Ratgeber

Insektenschutz für Coworking Spaces: Worauf Betreiber achten sollten

Ein offenes Fenster im Sommer, aber niemand will Mücken am Monitor-Arbeitsplatz: In Coworking Spaces mit vielen Mitgliedern und wechselnder Nutzung ist Insektenschutz eine andere Aufgabe als in der klassischen Einzelwohnung. So planen Betreiber es richtig.

⏱ 11 Min. Lesezeit | Sasa Smajlovic, Geschäftsführer | 17. Oktober 2026
Modern eingerichteter Coworking Space mit Schreibtischen und großem Fenster

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Coworking Spaces haben meist viele Fenster und mehrere Nutzergruppen gleichzeitig, deshalb lohnt sich ein einheitliches System für das ganze Objekt statt Einzellösungen pro Raum.
  • Für Besprechungsräume mit seltener Fensternutzung reicht oft ein einfacher Spannrahmen, für Terrassen und häufig genutzte Balkontüren eignen sich Schiebeanlage oder Drehrahmentür besser.
  • Die Montage lässt sich meist außerhalb der Kernarbeitszeiten oder am Wochenende durchführen, sodass der laufende Betrieb kaum gestört wird.
  • Bei mehreren Räumen auf einem Termin sinkt der Aufwand pro Fenster deutlich, da die Anfahrtspauschale von 60 € nur einmal für den gesamten Termin anfällt.
  • Insectosun bietet Systempreise ab 129 € pro Fenster, verbindliche Angebote gibt es erst nach dem kostenlosen Aufmaß vor Ort.

Warum ist Insektenschutz in Coworking Spaces eine andere Aufgabe als in der Wohnung?

Ein Coworking Space hat meist deutlich mehr Fenster als eine einzelne Wohnung und wird gleichzeitig von vielen unterschiedlichen Mitgliedern genutzt. Wo in einer Wohnung eine Person entscheidet, ob und wie oft gelüftet wird, treffen im Coworking Space viele Nutzer mit unterschiedlichen Vorlieben aufeinander, und ein offenes Fenster ohne Schutz betrifft sofort den ganzen Raum.

Hinzu kommt die Vielfalt der Raumtypen: Großraumbüro, einzelne Besprechungsräume, oft eine Küche oder Lounge und nicht selten eine Terrasse oder ein Balkon. Jeder dieser Bereiche hat eine eigene Nutzungsintensität, was bei der Wahl des passenden Systems berücksichtigt werden sollte.

Auch die Fluktuation spielt eine Rolle: Mitglieder kommen und gehen, feste Schreibtische wechseln öfter den Nutzer als in einem klassischen Büro mit festen Mitarbeitern. Ein Insektenschutzsystem, das sich leicht bedienen lässt und keine Einweisung braucht, ist deshalb im Alltag praktischer als eine Lösung, die Erklärung erfordert.

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Ein System für das ganze Objekt: Statt für jeden Raum einzeln zu entscheiden, lohnt sich ein einheitliches Grundkonzept, etwa Spannrahmen für Büroflächen und eine Schiebeanlage für die Terrasse. Das vereinfacht Bestellung, Wartung und späteres Nachrüsten.

Welches System passt zum Großraumbüro mit vielen gleichartigen Fenstern?

In Büroetagen mit standardisierten Fenstermaßen ist der Spannrahmen meist die wirtschaftlichste Lösung: Er wird ohne Bohren ins Fensterprofil geklemmt, lässt sich schnell montieren und eignet sich gut, wenn viele Fenster in kurzer Zeit ausgestattet werden sollen. Bei Fenstern, die mehrmals täglich zum Stoßlüften geöffnet werden, etwa in einem offenen Großraumbüro mit vielen Arbeitsplätzen, ist das LiSa-System praktischer, da es seitlich an der Führung bleibt und nicht jedes Mal komplett abgenommen werden muss.

System Typischer Einsatz im Coworking Space Preis
SpannrahmenBüro- und Besprechungsräume, selten geöffnet129 €
LiSa-SystemGroßraumbüro, häufiges Stoßlüften134 €
Rollo FensterFlexibles Auf- und Abrollen nach Bedarf338 €
SchiebeanlageTerrassentür, häufig genutzt337 €
DrehrahmentürBalkon- oder Terrassentür, mehrere Nutzer399 €

Preise pro System, zzgl. einmalig 60 € Anfahrt pro Aufmaßtermin für den gesamten Standort.

→ Ratgeber: Was kostet ein Fliegengitter? Alle Preise im Überblick

Was eignet sich für Besprechungsräume und ruhige Rückzugsbereiche?

Besprechungsräume und kleinere Fokusräume werden seltener gelüftet als das offene Großraumbüro, dafür soll die Optik meist dezenter und hochwertiger wirken. Hier bietet sich das Plissee an, das sich flexibel auf- und zuziehen lässt und optisch unauffälliger ist als ein klassischer Rahmen. Für Räume mit Dachfenstern, etwa in ausgebauten Dachgeschossen, kommt stattdessen das passende Rollo-System für Dachfenster zum Einsatz.

Da diese Räume oft nur stundenweise gebucht werden, reicht ein System, das sich zügig bedienen lässt, ohne dass während eines Meetings Zeit mit kompliziertem Öffnen oder Schließen verloren geht.

Gerade bei Besprechungsräumen, die gegen Gebühr an externe Gäste vermietet werden, lohnt sich zusätzlich der optische Eindruck: Ein unauffälliges Plissee in neutraler Farbe wirkt hochwertiger als ein sichtbarer Spannrahmen und passt besser zu einem repräsentativen Raum, der auch für Kundentermine genutzt wird.

Wie läuft die Montage im laufenden Betrieb eines Coworking Space ab?

Die Montage einzelner Fenster dauert in der Regel nur kurz, lässt sich aber trotzdem am besten außerhalb der Kernarbeitszeiten einplanen, etwa früh am Morgen, am späten Nachmittag oder am Wochenende. Das minimiert Lärm und Unterbrechungen für Mitglieder, die gerade konzentriert arbeiten.

1

Bestandsaufnahme

Alle Fenster und Türen nach Raumtyp und Nutzungshäufigkeit erfassen.

2

System je Bereich festlegen

Büroflächen, Besprechungsräume und Terrasse erhalten jeweils das passende System.

3

Termin außerhalb der Stoßzeiten

Montage früh, spät oder am Wochenende planen, um den Betrieb nicht zu stören.

4

Übergabe an das Team

Kurze Einweisung, wie die Systeme bedient und bei Bedarf gereinigt werden.

→ Ratgeber: Insektenschutz Gewerbe München, HACCP, Hygiene und Lösungen für Betriebe

Was gilt für eine gemeinsam genutzte Terrasse oder Dachterrasse?

Terrassen und Dachterrassen gehören in vielen Coworking Spaces zu den meistgenutzten Flächen, besonders in der warmen Jahreszeit, wenn Mitglieder dort arbeiten oder Pausen verbringen. Eine Schiebeanlage eignet sich gut für breite Terrassentüren mit regelmäßigem Durchgangsverkehr, da sie sich platzsparend zur Seite schieben lässt. Eine Drehrahmentür ist die klassische Alternative, wenn genug Platz zum Aufschwingen vorhanden ist.

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Terrasse als Pluspunkt: Eine insektenfreie Terrasse wird in vielen Coworking Spaces zum beliebtesten Arbeitsplatz im Sommer und ist ein kleines, aber spürbares Argument bei der Mitgliedergewinnung.

Auch Besucher und Gäste, die nur für ein einzelnes Meeting vor Ort sind, nehmen eine gepflegte, insektenfreie Terrasse als Teil des Gesamteindrucks wahr. Für einen Coworking-Anbieter, der sich über Qualität und Atmosphäre von günstigeren Anbietern abheben will, ist das ein Detail mit Wirkung, auch wenn es sich nicht in Zahlen ausdrücken lässt.

Wie wird die Kostenübernahme bei mehreren Standorten oder Mietern geregelt?

Betreibt ein Coworking-Anbieter mehrere Standorte, lohnt sich ein einheitlicher Ansprechpartner für alle Aufmaßtermine, damit Preise und Systeme vergleichbar bleiben. Ist der Coworking Space selbst Mieter in einem größeren Bürogebäude, gilt grundsätzlich dasselbe wie bei anderen gewerblichen Mietverhältnissen: Vor einer festen Montage sollte die Zustimmung des Vermieters oder der Hausverwaltung eingeholt werden, besonders wenn mehrere Mietparteien im selben Gebäude betroffen sind.

Ein kurzer Blick in den eigenen Gewerbemietvertrag schafft meist Klarheit, ob bauliche Veränderungen generell zustimmungspflichtig sind oder ob der Vertrag bereits eine pauschale Erlaubnis für kleinere Umbauten enthält. Im Zweifel ist eine kurze schriftliche Anfrage beim Vermieter der sicherste Weg, bevor Handwerker bestellt werden.

→ Ratgeber: Fachbetrieb oder Baumarkt, was kostet der Unterschied wirklich?

Lohnt sich ein gemeinsamer Aufmaßtermin für den ganzen Standort?

Ja, bei mehreren Fenstern und Räumen sinkt der Aufwand pro Fenster deutlich, wenn alles auf einen Termin gebündelt wird. Die Anfahrtspauschale von 60 € fällt dann nur einmal für den gesamten Aufmaßtermin an, unabhängig davon, wie viele Fenster oder Türen am Standort vermessen werden. Das macht die Planung für Betreiber kalkulierbar, da ein verbindliches Gesamtangebot direkt im Anschluss an die Vermessung vorliegt. Für neu eröffnete Standorte lässt sich dieser Termin gut mit anderen Einrichtungsarbeiten koordinieren, etwa kurz vor dem offiziellen Start des Betriebs.

Praktisch empfiehlt es sich, vorab eine Liste aller betroffenen Fenster und Türen mit Raumbezeichnung zu erstellen. Das beschleunigt den Aufmaßtermin selbst und erleichtert später die interne Kommunikation mit dem Team oder den Mitgliedern über den Zeitplan der Montage.

Wächst der Standort später um weitere Büroflächen oder einen zusätzlichen Raum, lässt sich jederzeit nachrüsten. Ein einmal festgelegtes Grundkonzept je Raumtyp erleichtert diese Erweiterung, da nicht jedes Mal neu entschieden werden muss, welches System zu welchem Fenster passt.

Wer kümmert sich um Wartung und Reinigung der Systeme?

In einem Coworking Space mit wechselnden Mitgliedern ist es sinnvoll, die Zuständigkeit für Pflege und Reinigung der Insektenschutzsysteme klar im Team zu verankern, statt sie offenzulassen. Ein Spannrahmen oder ein LiSa-System benötigt kaum Wartung, eine Schiebeanlage mit Bodenschiene sollte dagegen regelmäßig von Staub und Laub befreit werden, damit sie leicht läuft.

Ein kurzer Vermerk in der internen Hausordnung oder im Facility-Management-Plan reicht meist aus. So bleibt nachvollziehbar, wer im Zweifel Bescheid geben soll, wenn ein Gewebe beschädigt ist oder ein Rahmen klemmt.

→ Ratgeber: Insektenschutz für Arztpraxen und Kindergärten, Hygieneanforderungen im Überblick → Ratgeber: Insektenschutz im Homeoffice, konzentriert arbeiten bei offenem Fenster

Fazit: Ein durchdachtes Konzept statt Einzellösungen pro Raum

Coworking Spaces profitieren von einem Insektenschutzkonzept, das die unterschiedlichen Raumtypen berücksichtigt, statt jedes Fenster isoliert zu betrachten. Spannrahmen oder LiSa-System für Büroflächen, Plissee für ruhige Besprechungsräume und Schiebeanlage oder Drehrahmentür für die Terrasse ergeben zusammen ein stimmiges Gesamtbild, das sich auf einem gemeinsamen Aufmaßtermin wirtschaftlich umsetzen lässt. Wer die Zuständigkeit für Pflege und die rechtliche Zustimmung früh klärt, spart sich später Abstimmungsaufwand im laufenden Betrieb.

→ Ratgeber: Insektenschutz für Hotels und Pensionen, ruhige Nächte für Ihre Gäste

Häufige Fragen zu Insektenschutz für Coworking Spaces

Welches System passt am besten für ein Großraumbüro mit vielen Fenstern?

Für Büroetagen mit gleichartigen Fensterformaten eignet sich meist der Spannrahmen, da er sich schnell montieren lässt und bei einheitlichen Maßen kostengünstig auf viele Fenster skaliert. Bei Fenstern, die mehrmals täglich zum Lüften geöffnet werden, ist das LiSa-System praktischer, weil es seitlich geführt wird und nicht jedes Mal komplett abgenommen werden muss.

Stört die Montage den laufenden Betrieb im Coworking Space?

Die Montage einzelner Fenster dauert in der Regel nur kurz und lässt sich gut außerhalb der Kernarbeitszeiten oder am Wochenende einplanen. Bei mehreren Räumen empfiehlt sich eine Terminabsprache mit dem Fachbetrieb, damit die Arbeitsplätze möglichst wenig beeinträchtigt werden.

Was kostet Insektenschutz für einen ganzen Coworking Space?

Die Kosten richten sich nach Anzahl und Größe der Fenster sowie dem gewählten System, Beispiele sind Spannrahmen ab 129 € oder Rollo Fenster ab 338 € pro Fenster. Die Anfahrtspauschale von 60 € fällt nur einmal für den gesamten Aufmaßtermin an, ein verbindliches Gesamtangebot gibt es nach der kostenlosen Vermessung vor Ort.

Welches System eignet sich für eine gemeinsam genutzte Terrasse oder Dachterrasse?

Für Terrassentüren, die von vielen Mitgliedern gleichzeitig genutzt werden, bietet sich eine Schiebeanlage oder eine Drehrahmentür an, da beide auf häufiges Öffnen und Schließen ausgelegt sind. Welches System besser passt, hängt von der Türbreite und der vorhandenen Bodenschwelle ab und wird beim Aufmaßtermin geklärt.

Lässt sich Insektenschutz nachträglich erweitern, wenn der Coworking Space wächst?

Ja, zusätzliche Fenster oder Räume lassen sich jederzeit nachrüsten, ein einmal gewähltes System muss dabei nicht für das ganze Objekt übernommen werden. Praktisch ist es trotzdem, auf ein einheitliches Erscheinungsbild zu achten, damit neue und bestehende Fenster optisch zusammenpassen.

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Red Dot Award 2011 – renommierte internationale Designauszeichnung für Insectosun

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Plus X Award – Innovationsauszeichnung für Insectosun-Insektenschutzsysteme

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Innovation BW 2012 – Innovationspreis Baden-Württemberg für Insectosun

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R+T Innovations 2021 – internationaler Branchenpreis für Insectosun-Produkte

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